Bewegung ist Ausdruck kindlicher Lebensfreude. Ausreichende Bewegungsmöglichkeiten sind nicht nur notwendig für die Gesundheit, sondern auch für die soziale und geistige Entwicklung. Bei Bewegung, Spiel und Freizeitsport erfahren Kinder eine Menge über sich selbst, ihren Körper, ihre Umwelt, entwickeln Selbstvertrauen und machen wichtige soziale Erfahrungen.
Angesichts der vielfach zu beobachtenden Einschränkung der kindlichen Bewegungsräume und einer daraus resultierenden Zunahme der Kinder mit Koordinationsproblemen, Haltungsschwächen, Schulproblemen, einer nicht altersgemäß entwickelter sozialen Kompetenz und Übergewicht,haben sozialpädagogische Einrichtungen eine zunehmende Verantwortung, für ausreichende Bewegungsmöglichkeiten als einer Maßnahme zur Förderung der Entwicklung und der Gesundheit der ihnen anvertrauten Kinder zu sorgen.
verstehen wir hier Förderansätze, die sich aus der in fünfzigen Jahren entwickelter „Psychomotorischen Übungsbehandlung“ nach Kiphard gebildet haben.
gehen wir davon aus, dass Bewegungserziehung in den frühen Jahren in einer strukturell engen und unlösbarenInterdependenz mit der Entwicklung der Persönlichkeit, der Wahrnehmung und des Lernen steht. Psychomotorische Förderung ist daher mit Bildung gleich zu setzen.
Kommunikation geschieht ebenfalls nur über die Motorik als Gesamtheit von Haltung, Bewegung, Mimik, Gestik, geschriebener und gesprochener Sprache.
Deshalb sind im Sinne einer komplexen Wirkung durch ein förderliches Anregungsmilieu auch deutliche Lernressourcen mit und durch Bewegungserziehung anzunehmen.
So nimmt die Bewegung eine zentrale Rolle in der Erziehung und in der Entwicklungsförderung der Kinder und Jugendlichen an.