Für die Befürworter dieser Methode, stehen die Psyche und die Motorik in einer wechselseitigen Beziehung, d.h. sie funktionieren nie unabhängig voneinander. Mit „Psychomotorik“ ist somit die Bewegung des Menschen als Ausdruck der wechselseitigen Beziehung zwischen Körper und Seele gemeint.
geht von einem holistischen Menschenbild aus. Dabei wird stets die Einheit von Körper, Seele und Geist betont. Im Weiteren beschreibt die Psychomotorik die Wechselwirkung von Kognition, Emotion, Psyche und Bewegung und deren Bedeutung für Entwicklung der Handlungskompetenz des Individuums im psychosozialen Kontext.
Demgemäß ist Psychomotorik eine spezifische Methodik, sie ist ein pädagogisches Prinzip, eine Haltung des Pädagogen gegenüber dem Klienten. Aus diesem Grundverständnis der Psychomotorik wird das Verständnis der psychomotorischen Entwicklungsförderung (im präventiven Bereich) und der Mototharapie (im therapeutischen Bereich) abgeleitet.
geht von der Prämisse aus, dass Bewegungs- und Wahrnehmungsförderung Selbstvertrauen erzeugt und ist die Voraussetzung für alles Lernen und, dass Lernen in der Auseinandersetzung mit der Umwelt geschieht.
Die psychomotorische Förderung soll dem Kind zu einer verbesserten Körperwahrnehmung, Körperbeherrschung, Körpervorstellung verhelfen. Auf dieser Basis optimiert sich die Selbst- und die Fremdwahrnehmung, das Selbstkonzept die soziale Kompetenz und die kommunikative Fähigkeiten werden erweitert und damit Handlungs- und Entwicklungsmöglichkeiten gefördert. So bekommt die Kognitiventwicklung ein tragendes und ergiebiges Fundament für seine weitere Entwicklung.
In der Praxis bietet die Psychomotorik dem Kind die Möglichkeit an, seinen Körper und sein Erleben zum Ausdruck zu bringen, mit seinem Körper und mit Gegenständen zu experimentieren, in der Gruppe Aufgaben zu lösen, um damit die Ich-, Sach- und
Sozialkompetenz zu verbessern.
Die psychomotorische Förderung will die seelische Reifung über den körperlichen Weg unterstützen, um die Entfaltung der Lebens- und Kommunikationsdynamik zu fördern.
Für Psychomotoriker steht die Erweiterung der motorischen, psychischen und emotionellen Kompetenzen im kausalen Zusammenhang mit dem Erwerb der allgemeinen Kenntnisse des Kindes über seine direkte Umwelt und trägt wesentlich zur kognitiven und sozialen Entwicklung des Kindes bei. Der Körper wird als ein Transponder verstanden, der in einem Förderprozess eine Rolle eines intelligenten Mediators zur dinglichen und personalen Umwelt hat.
die Lehre über die Interdependenz von psychisch-emotionellen und motorischen Funktionen. Psychisch-emotionelle Vorgänge kommen somit weitgehend im Bewegungsablauf zum Ausdruck und die Bewegung nimmt einen Einfluss (positiv o. negativ) auf die psychischen und emotionellen Vorgänge und Funktionen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Begriff p s y c h o m o t o r i s c h die funktionelle Einheit psychischer und motorischer Vorgänge, die enge Verknüpfung des körperlich- motorischen mit dem geistig-seelischen kennzeichnet.
Psychomotorik ist zwar bewegungsorientiert, aber die Psychomotorik stellt sich nicht als Ziel bestimmte Bewegungsabläufe, oder Bewegungstechniken zu vermitteln.
Das ist die Domäne des Sports.