Die Räume für die Bewegungserziehung sollen Geborgenheit vermitteln (z.B. durch Rückzugszonen) und zugleich Herausforderungen zum Aktiv-werden darbieten (Psychomotorikraum/Turnhalle als Begegnungsort der zur Kommunikation zwischen Kindern und Psychomotoriker-Sportpädagogen anregt).
Gestaltungs- und Erkundungsmedien sollen offen präsentiert werden. Diese können von Kindern und Pädagogen-Therapeuten nach Bedarf ergänzt, oder verändert werden.
Dazu sind sehr gut geeignet bruchsichere Spiegel, Tageslichtprojektor für Schattenspiele, Verkleidungszonen, Postamt bei dem Kinder ihre Wünsche abgeben können, usw..
Sie provozieren Kinder, sich auch in ihrer körperlichen Identität wahrzunehmen und zu akzeptieren, andere Rollen auszuprobieren, mit anderen zu kommunizieren. Aus solchen spontanen Spielhandlungen entwickeln sich oft Projekte. Sie basieren auf dem authentischen Interesse der Kinder, das zwar von Erwachsenen durch Impulse stimuliert, akzentuiert und erweitert, aber nicht gesteuert wird. Ein Projekt kann daher von ganz unterschiedlicher Zeitdauer sein (von einer Psychomotorikstunde bis zu mehreren Stunden). Auch die Zahl der Projektteilnehmer hängt allein von der Interessensbindung der Beteiligten ab.
Der Psychomotoriker bzw. der Pädagoge ist nicht mehr der Trainer, oder Übungsleiter der instruktiv den Unterrichtsablauf gestaltet, sondern der Begleiter und Dialogpartner der Kinder. Er schafft eine Atmosphäre des Wohlbefindens - hört den Kindern zu und beobachtet sie - stützt durch ihr eigenes Interesse und ihre aktive Begleitung die Erforschungs- und Explorationslust der Kinder, schafft Freiräume für die Entfaltung der eingeborenen Ressourcen für die Aktivitäten der Kinder bereit und gibt ihnen Impulse - kommuniziert und reflektiert zusammen mit den Kindern. Die Kinder sind für psychomotorisch arbeitende Pädagogen und Therapeuten die Mitgestalter des Unterrichts oder der Förderstunde.